10/10đDer spĂ€t-etatistische Menschenschlag
In Ăsterreich und weiten Teilen Europas ist ein neuer Menschentyp entstanden: der spĂ€t-etatistische. Er ist nicht mehr der klassische Gewerkschafter oder Planwirtschaftler des 20. Jahrhunderts. Er ist ...


Der so.-li. Beobachter.
Nachrichten fĂŒr Selberdenker.
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10. Jul. 2026
Der spÀt-etatistische Menschenschlag
In Ăsterreich und weiten Teilen Europas ist ein neuer Menschentyp entstanden: der spĂ€t-etatistische. Er ist nicht mehr der klassische Gewerkschafter oder Planwirtschaftler des 20. Jahrhunderts. Er ist ein hybrider BĂŒrokraten-Ideologe, der den Staat als Selbstzweck und als moralischen Ăberbau begreift. Freiheit existiert fĂŒr ihn nur noch als etwas, das von oben zugeteilt, gerechtfertigt und beaufsichtigt werden muss. Dieser Typus sitzt in Ministerien, Redaktionen, UniversitĂ€ten und Teilen der Wirtschaft. Er redet von Entlastung, sozialer Gerechtigkeit und Gemeinwohl, wĂ€hrend er in Wahrheit AbhĂ€ngigkeit schafft, Leistung entwertet und echte Selbstverantwortung systematisch untergrĂ€bt.


Ein besonders anschauliches Paradebeispiel fĂŒr diesen Geist ist die jĂŒngste Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel. Die österreichische Regierung prĂ€sentierte ein Spar- und Belastungspaket als âtemporĂ€r ĂŒbergegenfinanziertesâ Entlastungspaket und wunderte sich dann ĂŒber den ausbleibenden Applaus. Die Frechheit dieses mit der gesamten Kraft des politmedialen Komplexes vorgetragenen Betrugsversuchs lĂ€sst selbst langjĂ€hrige Beobachter den Atem stocken.
Das Selbstlob fĂŒr die Mehrwertsteuer-Senkung fĂŒr Grundnahrungsmittel verfĂ€ngt bei den EinfĂ€ltigen, fĂŒr alle anderen stellt sich rasch heraus, dass die Verbraucher zu 99 % Luxus-Konsumenten sind, weil sie beispielsweise GebĂ€ck mit luxusverdĂ€chtig hohem Fettanteil, zB in Form eines Croissants einkaufen wollen.
Die SPĂ unter Babler brauchte dringend eine ErzĂ€hlung, mit der man sich als sozialer Menschheitserlöser inszenieren konnte. Finanzminister Marterbauer wird intern geantwortet haben: Gut, aber es muss âordentlichâ gegenfinanziert sein. Nur so können die goldenen Fallschirme fĂŒr den linken Etatismus tatsĂ€chlich geöffnet werden. Und es muss kompliziert bleiben, damit noch mehr sandalentragende Fruchtsaft-Trinker eingestellt werden können, die sich einreden lassen, die Sozialisten seien ĂŒber jeden Zweifel erhabene politische Genies. Die ĂVP war aus Staats- und Partei-RĂ€son ohnehin bereit, mitzumachen. Die Menschen âda drauĂenâ durften sich geliebt und gesehen fĂŒhlen, weil man ihnen mit einem Billige-trockene-Semmeln-Gesetz signalisierte, man denke an sie.
Kanzler Stocker rĂ€umte spĂ€ter in einem Sommer-Interview ein, die Mehrwertsteuersenkung sei kein Geniestreich gewesen, habe aber auf ausdrĂŒcklichen Wunsch der SPĂ umgesetzt werden mĂŒssen. Gleichzeitig kĂŒndigte er weitere Vorhaben an. Das Kleingedruckte des Budgets fĂŒr die kommenden Jahre liest sich wie eine systematische Belastung der breiten Bevölkerung: Abschaffung von BeitragsbegĂŒnstigungen fĂŒr Geringverdiener und Ăltere, Einsparungen bei Kindergeld und Bildungskarenz, eine Paketabgabe von drei Euro bei Online-Bestellungen, eine neue Plastiksteuer und weitere MaĂnahmen. Wer auf diese Details hinweist, wird zwischen den Zeilen als staatsfeindlich oder kleinlich diffamiert. Hier geht es lĂ€ngst nicht mehr um Nachhaltigkeit oder Gerechtigkeit. Hier regiert das Gesetz des Partei-Dschungels: Wer skrupelloser und besser vernetzt ist, setzt sich durch.
Die Menschen durchschauen das Spiel zunehmend. Kapital und Talente befinden sich bereits in heilloser Flucht aus einer Alpenrepublik, die immer stĂ€rker in die Reaktion und den Etatismus abdriftet. Es naht der Tag, an dem diese Regierung ihre rhetorische Kunst nicht mehr zur HinterslichtfĂŒhrung der restlichen Bevölkerung, sondern zur DĂ€mpfung der Erwartungen der eigenen AnhĂ€ngerschaft einsetzen muss. Die Panik vor diesem Tag ist bereits spĂŒrbar: die Augen blinzeln, die Stirn glĂ€nzt, und Teile der Schwarzen versuchen verzweifelt, mit dem Leichtmatrosen Kurz das tĂŒrkise Rettungsboot wieder flott zu bekommen.
Wie kommt es, dass uns Ideologien im SpÀtetatismus auffressen?
Ideologien sind keine umfassenden Weltanschauungen mehr. Sie sind BĂŒndel von Infragestellungen, Schuldzuweisungen und Rechtfertigungen â nicht mehr und nicht weniger. Im SpĂ€tetatismus gewinnen sie eine zerstörerische Kraft, weil der Einzelne den unmittelbaren Bezug zu seiner eigenen Freiheitsproduktion verloren hat. Er kann den Wert dessen, was er selbst leistet, nicht mehr klar ermessen und nimmt deshalb jede zugeteilte âGunstâ als normal hin.
Historische Wurzeln
Die Wurzeln reichen zurĂŒck in den industriellen Korporatismus. Der einzelne Arbeiter erbringt marktfremde Teilleistungen innerhalb groĂer Organisationen. Er kann den Wert seiner Freiheits-Herstellung nicht selbst ermessen. Auf die Nase gebunden wird er ihm auch nicht. Er arbeitet nach arbitrĂ€ren Vorgaben und muss sich mit dem Lohn zufriedengeben, der ihm zugeteilt wird. Dieser marktfremde Arbeiter, zu einem Dasein als Konzern-MĂŒndel erzogen, ohne echte Emanzipations- KapazitĂ€ten, erlebt alles als Gunst oder Schmach. Er nimmt an, dass auch alle anderen unter diesen Vorzeichen existieren.
Dazu gesellt sich der deutsche Idealismus mit seinem toxischen Glauben an den Triumph des Willens. Wenn nur alle fanatisch und einheitlich genug an eine bestimmte Rechtfertigungsleistung glauben, dann wird sie zur RealitĂ€t. Diese Kombination aus organisatorischer AbhĂ€ngigkeit und ideologischem Voluntarismus hat den Boden fĂŒr den spĂ€t-etatistischen Typus bereitet.
Verfestigter Schwachsinn
Wer heute noch von âPrivilegienâ spricht, leidet meist unter der UnfĂ€higkeit, zwischen der Rechtfertigung zugeteilter Freiheit und der durch eigene Leistung hergestellten Freiheit zu unterscheiden. Die echten Zumutungen sind mittlerweile nicht mehr durch natĂŒrliche UmstĂ€nde, sondern durch kĂŒnstlich staatlich hervorgerufene Zwangslagen verursacht. Wirtschaftliche AbhĂ€ngigkeit wird zur politischen Entscheidung, um das Privilegien-Spiel aufrechtzuerhalten.
Charakteristisch fĂŒr diesen Zustand ist die Ăberbewertung von Rechtfertigungsleistungen und die gleichzeitige VernachlĂ€ssigung tatsĂ€chlich hergestellter Freiheit. Die Annahme, ein fiktiver Gemeinnutzen könne ĂŒber den Eigennutzen gestellt und sogar als Motivation dienen, ist absurd. Sie basiert auf reiner Gesinnungsethik und ignoriert verantwortungsethische Ăberlegungen sowie reale KapazitĂ€tsbeschrĂ€nkungen. Was, wenn es nicht funktioniert? Wer ĂŒbernimmt die Kosten des Misserfolgs? In einem Unternehmen rollen Köpfe. In der Politik stellt sich diese Frage praktisch nie. Ăber einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren haben ganze Beamten- und Politiker- Heerscharen ihre Karrieren und PensionsansprĂŒche auf irrigen Annahmen aufgebaut. Das Ergebnis ist stets dasselbe: Es hat nur deshalb nicht geklappt, weil die Menschen nicht kraftvoll und einheitlich genug gemeinsam geglaubt und gewirkt haben.
Neigung zum Fanatismus
Das Problem verschĂ€rft sich dadurch, dass die sinnlosesten Ideologien am meisten darauf angewiesen sind, durch einheitliche BekrĂ€ftigung den Anschein von WirkmĂ€chtigkeit zu entfalten. Sie bauen deshalb die gröĂten Macht-Apparate und die einflussreichsten Meinungslenkungs- Strukturen auf. Je dĂŒnner die inhaltliche Substanz, desto lauter und rigider die Forderung nach Gleichschritt.
Konservative stĂŒtzen und decken die Linken
Die Konservativen sprechen von Traditionen und dem Erhalt von Werten. In der Wirklichkeit sind das oft nur ihre Etiketten fĂŒr dasselbe Spiel. Sie verteidigen den Status quo der zugeteilten Freiheit, solange sie selbst noch einen Platz im Apparat haben. Dadurch stĂŒtzen und decken sie die Linken, statt eine echte Alternative zur etatistischen Logik zu entwickeln.
Eine Landplage
Viele sind dem Glauben verfallen, Freiheit hĂ€nge nicht von ihrer aktiven Herstellung ab, sondern von ihrer ausreichenden Rechtfertigung. Bei genĂŒgend einheitlicher BekrĂ€ftigung nehme sie dann automatisch Form an. Das ist die geistige Landplage des SpĂ€tetatismus. Sie lĂ€hmt die FĂ€higkeit, Verantwortung zu ĂŒbernehmen, und erzeugt eine Gesellschaft, die stĂ€ndig nach neuen Rechtfertigungen und neuen Kontrollmechanismen ruft.
Seelische Verwahrlosung â warum sie ihre Mitmenschen hassen
An diesem Punkt wird der spĂ€t-etatistische Menschenschlag besonders deutlich. Die Linken, die zum Erhalt von Macht und persönlichem Wohlstand ganze LĂ€nder in post-bĂŒrgerliche Autokratien umwandeln wollen, tun dies unterbewusst deshalb, weil sie Frauen und die Jugend hassen.
Es handelt sich nicht um offenen, artikulierten Hass. Es handelt sich um unterdrĂŒckte, oft perverse Neigungen. Viele Akteure dieses Typs leiden unter einem ungelösten Vaterkomplex. Sie können keine echte, von ihnen unabhĂ€ngige AutoritĂ€t akzeptieren â weder die der Familie noch die der Tradition noch die der eigenen Leistung. Stattdessen projizieren sie ihre inneren Konflikte auf die Gesellschaft und versuchen, diese durch staatliche Kontrolle zu âheilenâ. Gleichzeitig quĂ€lt sie eine tiefe Statusangst. Ein freier, selbstverantwortlicher Mensch â ob Frau oder junger Erwachsener â ist eine permanente Bedrohung fĂŒr ihr Weltbild und ihre privilegierte Position innerhalb des Apparats.
Sie hegen unterdrĂŒckte HassgefĂŒhle gegenĂŒber genau jenen Gruppen, die sie vorgeblich schĂŒtzen wollen. Starke, eigenstĂ€ndige Frauen, die Familie tragen, Kinder groĂziehen und ohne stĂ€ndige staatliche FĂŒrsorge auskommen, entlarven die Notwendigkeit des groĂen Betreuers. Deshalb werden traditionelle Familienstrukturen systematisch untergraben, Mutterschaft als Karrierehindernis dargestellt und jede Form von Selbstbehauptung als rĂŒckstĂ€ndig diffamiert. Die Jugend wird ebenfalls gehasst, weil sie noch nicht vollstĂ€ndig in die KonformitĂ€t eingepasst ist. Jugendliche, die Fragen stellen, Risiken eingehen und eigene Wege suchen, stören das Narrativ der ewigen SchutzbedĂŒrftigkeit. Deshalb werden sie durch ĂŒberbordende Regulierung, ideologische Indoktrination in Schulen und UniversitĂ€ten sowie durch die VerlĂ€ngerung der Kindheit bis ins dritte Lebensjahrzehnt ruhiggestellt.
Diese seelische Verwahrlosung Ă€uĂert sich in Konfliktscheue und Konformismus. Echte Auseinandersetzung wird vermieden, weil sie die eigene FragilitĂ€t offenlegen könnte. Stattdessen herrscht ein falsches SicherheitsgefĂŒhl durch die starre Einteilung in AnhĂ€nger und VerbĂŒndete auf der einen Seite und Gegner auf der anderen Seite. Wer innerhalb des eigenen Lagers Zweifel Ă€uĂert, wird schneller zum Feind erklĂ€rt als jeder echte politische Gegner. Diese binĂ€re Welt schafft eine kĂŒnstliche Gemeinschaft, die auf Feindbildern und nicht auf geteilten Werten beruht.
Der Hass auf die Mitmenschen ist letztlich ein Hass auf Freiheit selbst. Ein freier Mitmensch braucht keine Bevormundung, keine Umerziehung und keine staatliche Gnade. Er stellt die gesamte Existenzberechtigung des spĂ€t-etatistischen Apparats infrage. Deshalb muss er â subtil durch moralische Diskreditierung oder offen durch administrative MaĂnahmen â bekĂ€mpft werden. Die post-bĂŒrgerliche Autokratie ist nicht das Ergebnis von zu viel MitgefĂŒhl. Sie ist das Ergebnis von zu wenig Selbstachtung und zu viel unterdrĂŒcktem Ressentiment gegenĂŒber jenen, die ohne den Apparat auskommen könnten.
SoziallibertÀres Erziehungsideal
Dem seelisch verwahrlosten, abhĂ€ngigen und ideologisierten Menschen steht ein klares Gegenideal gegenĂŒber: das soziallibertĂ€re Erziehungsideal. Es zielt nicht auf Anpassung an den Apparat, sondern auf die Herausbildung eigenstĂ€ndiger, verantwortungsfĂ€higer und lebensfĂ€higer Persönlichkeiten. Seine zentralen SĂ€ulen sind Toleranz, Resilienz, KonfliktfĂ€higkeit und Hilfsbereitschaft â in ihrer echten, nicht in ihrer entstellten etatistischen Version.
Toleranz bedeutet hier nicht die erzwungene Anerkennung jeder beliebigen Lebensweise oder Ideologie. Echte Toleranz ist die ruhige Gewissheit, dass andere Menschen unterschiedliche Wege gehen dĂŒrfen, solange sie die Freiheit der anderen nicht zerstören. Sie setzt voraus, dass man selbst einen festen Standpunkt hat und deshalb nicht jede Abweichung als existenzielle Bedrohung empfindet. Der spĂ€t- etatistische Typus kennt nur die intolerante Toleranz: Alles muss gleich sein, sonst ist es Hass. Eine soziallibertĂ€re Erziehung lehrt stattdessen, Vielfalt auszuhalten, ohne sie gleichzuschalten.
Resilienz ist die FĂ€higkeit, RĂŒckschlĂ€ge, EnttĂ€uschungen und HĂ€rten auszuhalten, ohne sofort den Staat als Retter zu rufen. Sie entsteht durch Erfahrung von Verantwortung, durch das Ertragen von Konsequenzen und durch das Wissen, dass das eigene Leben in erster Linie selbst gestaltet werden muss. Eine resiliente Gesellschaft braucht weniger SozialbĂŒrokratie und mehr Menschen, die gelernt haben, mit Unsicherheit umzugehen. In der Praxis bedeutet das: weniger Schutz vor allem und jedem, mehr Gelegenheiten, eigene Fehler zu machen und daraus zu lernen.
KonfliktfĂ€higkeit ist vielleicht die wichtigste und am meisten unterdrĂŒckte Tugend unserer Zeit. Sie bedeutet, Meinungsverschiedenheiten offen auszutragen, ohne den anderen zu entmenschlichen oder mundtot zu machen. Sie erfordert Mut zur Debatte, Bereitschaft zum Kompromiss und die Erkenntnis, dass Konflikt nicht per se zerstörerisch ist, sondern oft der einzige Weg zu besserer Erkenntnis und gerechteren Lösungen. Der spĂ€t-etatistische Mensch flieht vor Konflikten in moralische Ăberlegenheit oder in die Sicherheit der eigenen Filterblase. Eine soziallibertĂ€re Erziehung lehrt stattdessen, Konflikte als normale Bestandteile des Zusammenlebens zu akzeptieren und konstruktiv zu lösen â in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft.
Hilfsbereitschaft schlieĂlich ist freiwillig oder sie ist keine. Sie entspringt aus MitgefĂŒhl und persönlicher Verantwortung, nicht aus steuerlicher Zwangsabgabe oder moralischem Druck. Wer lernt, aus eigenem Antrieb zu helfen â sei es in der Nachbarschaft, in Vereinen oder durch private Initiativen â, entwickelt echte soziale Kompetenz. Wer nur umverteilt, was andere erarbeitet haben, bleibt ein Verwalter fremden Eigentums und verliert die FĂ€higkeit zu echter SolidaritĂ€t.
Dieses Erziehungsideal erzeugt Menschen, die Freiheit nicht nur rechtfertigen, sondern tĂ€glich neu herstellen. Es fördert Individuen, die nicht hassen mĂŒssen, weil sie nicht fĂŒrchten mĂŒssen. Es baut Respekt vor Leistung auf, statt Neid auf vermeintliche Privilegien zu schĂŒren. Es macht KonformitĂ€t und Fanatismus ĂŒberflĂŒssig, weil es den Einzelnen stark genug macht, auch ohne Gleichschritt zu bestehen. In der Familie beginnt es mit der Vermittlung von Verantwortung statt von AnsprĂŒchen. In der Schule setzt es auf Wissensvermittlung und Charakterbildung statt auf ideologische Umerziehung. In der Gesellschaft fördert es freiwillige Gemeinschaften statt staatlicher AllzustĂ€ndigkeit.
Fazit
Der spĂ€t-etatistische Menschenschlag wird nicht durch noch mehr BĂŒrokratie, noch lautere Rechtfertigungen oder noch raffiniertere Wahrnehmungsmanipulation besiegt. Er wird ĂŒberwunden, wenn eine neue Generation lernt, Freiheit zu produzieren statt sie zu erbitten â und wenn sie dabei jene seelische Gesundheit zurĂŒckgewinnt, die in der gegenwĂ€rtigen Verwahrlosung verloren gegangen ist. Toleranz, Resilienz, KonfliktfĂ€higkeit und echte Hilfsbereitschaft sind keine netten ZusĂ€tze. Sie sind die einzigen Waffen, die gegen die geistige und seelische Verödung des SpĂ€tetatismus wirklich wirken. Wer dieses Ideal ernst nimmt, wird nicht mehr in der Lage sein, Frauen und Jugend zu hassen oder Freiheit nur noch als zugeteiltes Privileg zu begreifen. Er wird wieder fĂ€hig sein, ein freier Mensch unter freien Menschen zu sein.
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