Der sozial-libertäre Beobachter

Nachrichten für Selberdenker.

BEOBACHTER · 8/14/2026 · 5 min read

Monatlich neu & relevant August 2026

Aus Österreich und aller Welt.

Schlagzeilen

Straße von Hormus bleibt blockiert – Ölpreise ziehen wieder kräftig an

Der seit Ende Februar tobende Krieg zwischen den USA und dem Iran bleibt das dominierende Weltthema – und die für den globalen Ölhandel entscheidende Straße von Hormus ist weiterhin faktisch gesperrt. Die unter pakistanischer Vermittlung laufenden Verhandlungen über eine endgültige Friedenslösung sind in den vergangenen Wochen festgefahren: Teheran hat seine Bedingungen mehrfach verschärft und verlangt unter anderem Reparationen für die Kriegsschäden, bevor die Meerenge wieder geöffnet wird.

Die Märkte reagieren nervös: Anfang dieser Woche sprang der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zeitweise wieder über die Marke von 90 Dollar, die US-Sorte WTI näherte sich 84 Dollar – binnen weniger Tage ein Plus von rund zehn Dollar.

An den Zapfsäulen macht sich das längst bemerkbar; in Deutschland liegen die Spritpreise seit Wochen über zwei Euro je Liter, und auch in Österreich bleibt Tanken empfindlich teuer.

Für einen bizarren Nebenschauplatz sorgte der NATO-Gipfel in Ankara: US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass er vor dem Abflug aus der türkischen Hauptstadt heimlich das Flugzeug gewechselt hat – laut Medienberichten wegen einer Morddrohung aus dem Iran. Eine rasche Entspannung des Konflikts ist derzeit nicht in Sicht.

Quellen: orf.at, ZDFheute-Newsticker, Agenturberichte (10.–12. August 2026)

12-jähriges Mädchen springt bei der Überstellung in eine neue betreute Wohngemeinschaft in Wien aus dem Fenster und verletzt sich schwer

Die Ursache: Grund für die panische Flucht war offenbar massives Entsetzen. Sie wurde von einem Betreuer mit Gesichtstätowierungen und auffälligen „Teufelshörnern“ abgeholt, vor dem sie in panisches Entsetzen geriet. Das in der Vergangenheit schwer missbrauchte Mädchen sollte planmäßig von einer weiblichen Mitarbeiterin abgeholt werden. Tatsächlich kam aber nicht nur keine einfühlende weibliche Bezugsperson, sondern „der Teufel“ höchstpersönlich.

Politische und behördliche Folgen: Der Vorfall hat zu einem handfesten Skandal in Wien geführt. Es gibt massive Kritik an der zuständigen Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) und dem betreuenden Verein „Homebase“, da bereits im Vorfeld vor der fragwürdigen Außendarstellung (inklusive Teufels-Logo) gewarnt worden war.

Die zuständigen Stellen kündigen an, interne Untersuchungen durchzuführen. Weitere Konsequenzen sind nicht bekannt.

„Kinderbetreuung keine unbezahlte Arbeit“ – Kanzler Stocker rudert nach Empörung zurück

Ein einziger Satz auf seiner „Sommertour“ hat Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) die turbulenteste Woche seit Langem beschert. Bei einem Bürgerdialog in Salzburg antwortete er auf die Frage einer Besucherin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kinderbetreuung sei für ihn „keine unbezahlte Arbeit“ – er weigere sich, Familie als „Business Case“ zu betrachten. Schon im Saal gab es Buhrufe; die Fragestellerin hatte zuvor vorgerechnet, dass Frauen im Schnitt 96 Stunden pro Woche unbezahlte Betreuungsarbeit leisten.

Die Kritik kam prompt und von allen Seiten – auch von den eigenen Koalitionspartnern: Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) konterte knapp mit „Kinderbetreuung ist Arbeit“, NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger und die Gewerkschaft warfen dem Kanzler vor, die unbezahlte Arbeit von Müttern kleinzureden. Tags darauf zog Stocker die Notbremse: Sein Satz sei „falsch“ gewesen, er entschuldige sich „in aller Deutlichkeit“ bei allen, die sich verletzt oder nicht wertgeschätzt fühlten – gerade Frauen leisteten bei der Kindererziehung „Großartiges“. Die Debatte über echte Entlastung bei der Kinderbetreuung dürfte die Regierung dennoch in den Herbst begleiten.

Tierdrama im Bezirk Amstetten: 400 verendete Schweine entdeckt, rund 1.000 Tiere fehlen

Ein grausiger Fund erschüttert das Mostviertel: In einem Schweinemastbetrieb im Bezirk Amstetten entdeckten Polizei und Amtstierärztin 400 verendete, teils bereits verweste Schweine. Nachbarn hatten Ende Juli wegen des immer stärker werdenden Verwesungsgeruchs Alarm geschlagen; bei einem ersten Kontrollversuch hatte der Landwirt die Beamten noch nicht auf den Hof gelassen. Nur 88 Tiere waren am Leben – sie wurden auf umliegende Betriebe aufgeteilt.

Die Auswertung der An- und Verkaufslisten ergab zudem einen „Fehlbestand“ von rund 1.000 weiteren Schweinen; aufgrund aufgefundener Knochen schließt die Polizei Kannibalismus unter den hungernden Tieren nicht aus. Der Landwirt, der den Hof allein führte, dürfte sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden und die Tiere seit Monaten nicht mehr versorgt haben. Er wurde wegen Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt, der Betrieb behördlich gesperrt; ein Tierhalteverbot wird geprüft.

Der Verein gegen Tierfabriken spricht von einem Fall, „den man sich im schlimmsten Albtraum nicht ausmalen kann“, und fordert gesetzliche Konsequenzen. Auch in der Landespolitik wird diskutiert, wie ein derartiges Drama monatelang unentdeckt bleiben konnte.

Leserbriefe

Die Kanzler-Tour. Welch köstliches Schauspiel für das mediale Sommerloch!

Ein scheinkonservativer Schmierkomödiant darf den metaphorischen Kanzlerhintern ausstrecken, um dem zwangsinteressierten medialen Publikum vorzuführen, was es bedeutet, ein ungebührliches Frauenbild zu vertreten.

Nach der „öffentlich“ auf einer handverlesenen Parteiveranstaltung gestellten Frage zur zu geringen Wertschätzung von Kindererziehungsarbeit durch Frauen äußerte der Schurke die kühne Ansicht, dass die Erziehung der eigenen Kinder mehr mit persönlicher Erfüllung zu tun habe als mit einem zu vergütenden Dienst an der Gesellschaft.

Unter der Parole, Stocker vertrete, Kinderbetreuung sei keine Arbeit, sammelte sich umgehend eine Empörungsmeute, die der Unglücksrabe aber alsbald beschwichtigen konnte, indem er seine Aussage reumütig zurückzog und sich der gegenteiligen Meinung anschloss. Das klassische Verhalten eines Politikers mit Rückgrat und Weitsicht?

Chapeau in diesem Zusammenhang an Michael Ludwig, der die heimlich aufgenommenen launigen und weinseligen Sprüche seines Freundes Walter Ruck bis jetzt nicht zum Anlass genommen hat, um von diesem abzurücken. Fast könnte man vermuten, dass hier noch mit einem Minimum an Integrität und Hausverstand gehandelt wird.

Stadt Wien – Jugendbetreuungsverein schickt Leiter, der Teufelshörner trägt und satanische Tätowierungen im Gesicht hat, zu Krisenintervention; panische 12-Jährige springt daraufhin aus dem Fenster – schwer verletzt.

Wie kommt so jemand zu Förderungen der Stadt Wien? Damit, dass der Herr Papa als städtischer Beamter wirkt, hat es nach entsprechenden Nachfragen und Stellungnahmen absolut nichts zu tun. Ein soziales Wien, das zwar viel Steuergeld ausgibt, den Menschen aber wenigstens wirklich dient? Ein Märchen, das wieder einmal entlarvt worden ist.

Konsequenzen gibt es trotzdem nicht. Die staatlich total unabhängigen Qualitätsmedien hatten wenig Muße, sich mit dem Vorfall zu befassen. Sie hatten sich an wichtigeren Themen abzuarbeiten (vergleiche oben).

Selbiges gilt für die SPÖ-Frauen unter der Ägide von Vizebürgermeisterin Barbara Nowak, die in ihrem gerechten Zorn gegen karrierehindernden Frauenhass anderweitig gebunden waren, da es bekanntlich nur an Frauenhass liegen kann, wenn linke Edelfeministinnen unter Statusangst leiden müssen und keinesfalls daran, dass sie für breite Bevölkerungsschichten und die Schwächsten in der Gesellschaft wenig bis nichts zusammenbringen.

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